PLASMA zeigt eine musikalische Aufführung, ein szenisches Konzert. Ein poetisches Experiment zur urbanen Kommunikation.

Ein Grossteil unserer alltäglichen zwischenmenschlichen Kontakte finden mittels Medien statt. Wir unterhalten uns mit Bildschirmen und Mobiltelefonen, und meinen doch die Menschen hinter den Geräten. Der direkte „leibliche“ Kontakt ist immer weniger nötig. Einen grossen Teil unserer Wirklichkeitserfahrung beziehen wir aus zweiter Hand, aufbereitet und selektiert. Unsere Beziehungen zur Welt und unseren Mitmenschen sind mediatisiert.

Nur in seltenen Momenten, ist es uns möglich einen Gedanken, ein Gefühl direkt vom Ich auf das Du zu übertragen, in den meisten Fällen bedürfen wir dazu eines Mediums und sei es nur die Sprache.

In Interferenz macht PLASMA das Medium zum Inhalt. Mit den Mitteln des Theaters werden die Codes untersucht, die der Homo Sapiens entwickelt hat, um sich seinen Artgenossen mitzuteilen.

Ausgehend von einer wissenschaftlichen Versuchsanordnung dringt PLASMA zu dem Punkt vor, wo Form und Inhalt verschmelzen, Sprache zu Musik wird, Handlung zu Tanz und wir nicht mehr mit Bestimmtheit sagen können, ob wir Menschen sehen oder ihr Abbild. Die Schnittstelle zwischen Realität und Medium wird durchlässig.

INTERFERENZ ist eine melancholische Grossstadtballade zwischen Sehnsucht und Beschleunigung.

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Mit freundlicher Unterstützung von:

  • Kanton Zürich Fachstelle Kultur,
  • Migros Kulturprozent,
  • Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia,
  • Zürcher Theaterverein

Pressestimmen:

Regisseur Lukas Bangerter glänzt mit inszenatorisch-ironischer Präzisionsarbeit...Die Komik gerät in dieser von subtilen repetitiven Mustern getragenen Minimal Art nie zum Klamauk, die mit Videofilm festgehaltenen ironischen Verdoppelungen der Schauspieler auf der Leinwand nie zur Farce: kleine, feine Bühnenkunst.

Neue Zürcher Zeitung

Die Plasma-Gruppe um den Texter, Regisseur und Bühnengestalter Lukas Bangerter arbeitet mit obsessiver Konsequenz an ihrem eigenen Thema: Die menschliche Kommunikation, ihr seltenes Gelingen und häufiges, tragikomisches Scheitern. Bangerters Arbeiten sind theatralische Studien mit einer Affinität zum naturwissenschaftlichen Experiment. Was in präzis choreografierte Mechanik ausartet, verrät wie ein Schattenbild die eingemauerte Seele.

Tagesanzeiger Zürich