Presse

Plasma, die Zürcher Theatergruppe um den Regisseur und Autor Lukas Bangerter, ist an die diesjährigen Wiener Festwochen eingeladen. Verdientermassen, wird man urteilen, wenn man seine neueste Arbeit, ›Random‹, im Theaterhaus Gessnerallee gesehen hat... Plasma hat mit ›Random‹ eine neue Dimension ihrer ästhetischen Mittel erreicht. Bangerter jedenfalls wagt sich textlich, formal und ästhetisch auf ein Seil, das selten so hoch gespannt war... Noch selten hat man Bangerter den männlichen Wahn von der Deutbarkeit der Welt auf eine so selbstironische Weise massakrieren sehen. Und, alle Achtung, für die Täter-Opfer dabei so viel Bedauern gefühlt. Doch vielleicht sollte das nur leise geflüstert sein. Denn – wir sprechen von Liebe.

Neue Zürcher Zeitung

Die neue Plasma-Produktion überzeugt mit Tempo, Witz und Präzision. Der Titel – ›Random‹ – sagt es schon: Die neue Produktion der Zürcher Theatergruppe Plasma kreist um Zufall. Geistreich baut der Schweizer Autor und Regisseur Lukas Bangerter scheinbar Unvorhergesehenes und Willkürliches in seine Inszenierung ein, überlässt dabei aber nichts dem Zufall. Er inszeniert präzis, choreografiert streng, arbeitet minutiös. Zum Beispiel mit Sprache: Die Männer verstricken sich in ihren Argumenten und verlieren den Faden in einer faszinierenden Mischung aus realistischem Verhaspeln und formalisiert rhythmisierten Phrasen und Wiederholungen. Die entschiedenen Wechsel in Dynamik, Stil und Stimmung setzen die Darsteller gekonnt um. Von akrobatischen Aktionen wechseln sie zu Gesangsnummern, vom spektakulären Wutausbruch zur Choreografie auf dem Spieltisch.

Der Bund

Es ist eine Eskalation um nichts. Eskalation wohin? Seltsamerweise in den Genuss. Die gespannte Glücksversucherei generiert Entspannung im Publikum. Die Figuren verlieren; wir können das grosse Los, ›Random‹, nur gewinnen.

St. Galler Tagblatt

...eine Liebeserklärung an den Zufall als der letzten rettenden Instanz vor der Forscherwut, die alles erklärbar und damit vorhersagbar macht...PLASMA sind geniale Pointenverweigerer, virtuos verwandeln sie das Platte ins Perfide. Ein bisschen Revue geht immer. So wird musiziert, getanzt, gezaubert und mit erstaunlich wenigen Worten viel gesagt. Philosophie und Physik als Musical-Persiflage.

Kölner StadtAnzeiger

Ein Volltreffer - wie schon "TIP OF THE TONGUE". Die Schweizer erweitern Horizonte, weil sie ein freies Theater mit einer eigenwilligen, prägnanten Ästhetik sind. Komisch und intelligent wird hier mit der Frage gespielt, wodurch Ereignisse ihre Bedeutung erhalten. Und leise kommt die bange Ahnung auf, dass es möglicherweise keinen Sinn hinter dem gibt, was uns hier geschieht. Theater mit Raffinesse.

Kölnische Rundschau

Wer die Arbeiten des Schweizer Ensembles PLASMA einmal gesehen hat, ist diesem Grenzgang zwischen Bewegung, Musik und lebender Installation verfallen. Hier wird ein Wille zur Form sichtbar, gespeist von Selbstironie und heiterer Melancholie.

Stadtrevue Köln

Plus folle et diablement festive, c'est la création "Random" des Zurichois PLASMA, qui restera dans les annales de ce beau week-end au Festival des arts vivants. Ambiance cynique et diablement drôle. Face au vertige du hasard, la compagnie PLASMA crée une oeuvre puissante, chorégraphiée avec autant de folie que d'élégance. Un bijou de perfection.

24 heures