Presse

Plasma war beim letzten NRW-Theaterfestival „Impulse“ mit „Delirium“ die Sensation. Auch diesmal beeindruckten die Schweizer durch ihren unterschwelligen Witz und ihre Präzision.

Kölnische Rundschau

Mitten im schweizweiten Gehirn-Festival „Science et Cité + BrainFair 2005“ erspielte die ausgezeichnete Gruppe Plasma „Theater zur Frage, ob man das Hirn mit dem Hirn verstehen kann“. Die Frage stört in der Gehirnforschungseuphorie.

Musik & Theater

Schön! Ein Genuss! Es schläft ein Lied in allen Wissenschaften, die da träumen fort und fort – könnte man es nicht dabei bewenden lassen? Plasmas szenisches Konzert um einen Sprechfehler ist materiell eine hirnrissige wissenschaftliche Besinnungslosigkeit; atmosphärisch ist es Besinnung, die uns besinnt auf die unbestimmte Lücke zwischen den wissenschaftlich haltbaren Bestimmungen. Schiller – darum nennen wir Plasma klassisch – war auch Hirnforscher und erkannte in Lücke und Zwischenraum das Fehlende, das er im „Tell“ kurz so fasste: „der Freiheit eine Gasse.

St. Galler Tagblatt

Die Bühne ist ein Symposium, ein Labor, ein funktionierendes Hirn. Es ist spannend, tragisch und komisch, diesem Hirn beim Arbeiten, beim Denken, beim Assoziieren, beim Erinnern, beim Vergessen, beim Träumen, beim Stolpern, sich Täuschen und Überfordertsein zuzuschauen und zuzuhören. Vor allem ist es sinnlich. Und es ist Theater. Wissenschaftliche Erkenntnisse, wissenschaftliche Sprache wird zitiert, variiert, fragmentiert und neu zusammengesetzt. Licht, Töne, Worte, Aktionen, Bilder verdichten sich zu einer multimedialen Bühneninstallation und zu poetischen, berührenden Momenten, die man festhalten möchte wie flüchtige Gedanken.

Züritipp

Eine klar-karge, kühl-komische enzephalogrammatische Expedition.

Neue Zürcher Zeitung

Genüsslich, mit ironischer Distanz zum Wissenschaftsbetrieb, führt die Gruppe „Plasma“ um Lukas Bangerter vor, dass auch Wissenschafter nur Menschen sind. Sperren sie sich dagegen, geben sie Stoff ab für einen auch videotechnisch hervorragenden Theaterabend, der noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Bieler Tagblatt

Die Schweizer Gruppe PLASMA ironisiert in "TIP OF THE TONGUE" den Erkenntnisstand der Hirnforschung. Der Münchner Neurologe Adrian Danek amüsierte sich hinterher köstlich über das "Fachgeschwurbel", das auf der Bühne ad absurdum geführt wird. Die vier Wissenschaftler, die an fünf Rednerpulten referieren verheddern und verhaspeln sich gnadenlos, bis es absolut nichts mehr zu verstehen gibt. Lukas Bangerter inszenierte eine ebenso präzise wie groteske Choreographie mit virtuosen Sprechorgien und absurden Störungen durch Licht, Musik und Tanz.

Münchner Abendzeitung

Спектакль, который Лукас Бангертер показал зрителям в Киеве – один из тех образцов современного театра, который не мучает зрителя всеядной символизацией или навязчивыми попытками вылечить современное общество. Театр Plasma и его режиссер, по всей видимости, руководствуются иными целями и ценностями, о которых герр Бангертер любезно поведал нам в интервью.

LB.ua