PLASMA – die Gruppe um den Regisseur und Autor Lukas Bangerter – forscht an den Grenzen zwischen Theater, Musik und bildender Kunst und schafft so Aufführungen, die sich durch eine eigenwillige Handschrift auszeichnen: vielschichtig, und doch immer klar und reduziert in den Mitteln. 2000 von Lukas Bangerter und dem Schauspieler Wowo Habdank gegründet, hat die Gruppe bis anhin zwölf Projekte realisiert. Arbeitsort ist Zürich, von wo aus die Projekte an Spielstätten und Festivals in der Schweiz und im Ausland gehen.

Ein Schwerpunkt der Arbeit von PLASMA war seit Beginn der Versuch, Sprache zu befreien von ihrer alleinigen Aufgabe, Information zu transportieren und den phonetischen Code, den wir benutzen um uns mitzuteilen, auch als akustisches und musikalisches Phänomen zu begreifen. Die Inszenierungen von Lukas Bangerter sind nie lineare Abhandlungen. Sie können sowohl als lebende Installationen als auch als szenische Konzerte gelesen werden und zeugen immer vom Willen, Form zum Inhalt zu machen und Inhalt zur Form. Text und Bühnenbilder stammen vom Regisseur Lukas Bangerter.

Seit einigen Jahren ist PLASMA regelmässiger Gast bei verschiedenen internationalen Festivals. Neben den Wiener Festwochen, dem Festival IMPULSE, Baltic Circle in Helsinki, Spielart in München und Reminiscencje Theatralne in Krakau zeigten unter anderen Spielorte und Festivals in Paris, Teheran, Lublijana, Mumbai, Neu Delhi, Dresden, Leipzig, Berlin, Potsdam, Köln, Szczecin, Seoul, Skopje, Nyon, Dublin und Kiev PLASMA-Vorstellungen.

"«Mich interessiert die Musik des Lichts, das Tempo der Geräusche», sagt Regisseur, Autor und Bühnenbildner Lukas Bangerter. Das hört sich versponnen an, ist bei Bangerters Gruppe Plasma aber szenisches Programm: Licht, Video, Sprache, Schauspiel, Kulisse und Musik fliessen dort zusammen zu einem performativen Gesamtkunstwerk, Seit zehn Jahren folgt Plasma dieses Prinzip, wird damit an Festivals im ln- und Ausland eingeladen und euphorisch besprochen." Tagesanzeiger

"PLASMA macht Theater Theater mit präzisem Time-Code, mit ungewöhnlicher Präzision der Darsteller, mit schlüssigem Beweis für die Möglichkeit eines performativen Einsatzes von Live-Musik auf einer Theater-Bühne. Nüchtern betrachtet ist ›Delirium‹ Theater, bei dem sich die Schubladen-Begriffe ›Frei‹ oder ›Off‹ ad absurdum führen. Gutes Theater kann überall stattfinden. ›Delirium‹ beispielsweise würde jede Stadttheater-Bühne aufwerten." taz

"Der Regisseur Lukas Bangerter (Text, Regie und Bühne) konzentriert sich wie kaum bisher auf das Wort: hobelt Synonyme von Sätzen, schickt Sequenzen in die Endlosschlaufe, zwirbelt sein Material präzise durch den Beschleuniger und lässt so die Sprache leuchten in einer rein technischen Schönheit. Bangerter ist so sehr Lausbub wie formaler Rigorist. Ein Techno-Tati." Der Bund

"Wer die Arbeiten des Schweizer Ensembles PLASMA einmal gesehen hat, ist diesem Grenzgang zwischen Bewegung, Musik und lebender Installation verfallen. Hier wird ein Wille zur Form sichtbar, gespeist von Selbstironie und heiterer Melancholie." Kölnische Rundschau

"Lukas Bangerter, der Initiator, Regisseur, Texter und Bühnenbildner, nimmt den Erfolg gelassen. Er arbeitet unbeirrt an der Umsetzung seiner Ideen, und zwar mit jener akribischen Arbeitswut, mit der er seit 1999 verfehlte Kommunikationsformen durchexerzieren lässt. Seine Figuren reden, verkabelt und verdrahtet, aneinander vorbei, reproduzieren loopartige Floskeln, Zitate, bis die Sprache irgendwann in ihre Bestandteile zerfällt und nur noch Rhythmus ist." NZZ

"Postdramatisches Theater also? Vielleicht. Jedenfalls Theater ohne die herrische Instanz einer Handlung oder Psychologie. Dafür eine Skulptur aus Texten und Tönen, Bewegungen und Bildern, streng stilisiert, aber voller Schalk; eine Installation für die Bühne, die nie zu Symbolen gerinnt, sondern stets beweglich bleibt und unvorhersehbar...Gerade darin überzeugt die Gruppe um Lukas Bangerter. Mit ihrem surrealen Theater des Vielschichtigen. Mit Ihrem Plädoyer für das Vorläufige. Mit diesem Funkeln dem leisen, aber gewaltigen, das Plasma auf der Bühne hält bis ganz zum Schluß. Bis die letzte Asche von der Zigarette fällt." Der Bund

"Lukas Bangerter, der textende, designende und Regie führende Kopf der Gruppe, wagte sich noch nie soweit vor wie in ›Delirium‹. In der Brust des strengen Arrangeurs, der seine Stücke als pseudowissenschaftliche Experimente anlegt, schlägt das Herz eines verkappten Romantikers." Tagesanzeiger

"Regisseur Lukas Bangerter glänzt mit inszenatorisch-ironischer Präzisionsarbeit...Die Komik gerät in dieser von subtilen repetitiven Mustern getragenen Minimal Art nie zum Klamauk, die mit Videofilm festgehaltenen ironischen Verdoppelungen der Schauspieler auf der Leinwand nie zur Farce: kleine, feine Bühnenkunst." Neue Zürcher Zeitung

"Seit 2000 existiert die mittlerweile auch im Ausland sehr gefragte Gruppe um Lukas Bangerter, der sich in Personalunion um Regie, Bühne und Text kümmert. Und ebenso lange steht Plasma irgendwie quer in der Theaterlandschaft: Beständig und fleissig schafft die Gruppe mit einem festen Kern knapp zwei Produktionen pro Jahr, alle sehr sorgfältig gearbeitet, alle stilistisch sehr ähnlich: Formationen, Strukturen, detailversessene Choreografien, festgelegt bis zum kleinsten Hüsteln. Streng durchnummeriert haben sie ihre Projekte die sich mit Versuchsanordnungen beschäftigen, mit dem Nimbus der exakten Wissenschaften, und eben, mit den Tücken der Kommunikation." Nachtkritik